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Männerschmieden in Gräfenthal


Das neue Jahr hat bereits längst begonnen, mit Erwartungen, Hoffnungen und Männerschmieden in Gräfenthal

Das neue Jahr hat bereits längst begonnen, mit Erwartungen, Hoffnungen und Vorhaben bereits gefüllt. Und doch bleibt Zeit für vertrautes, liebgewonnenes – Männerschmieden.
Am 27.01.2017 traf sich unser Männerkreis wie gewohnt an der Johanneskirche und längst gehört das Friedensgebet dazu. So brach unsere Gruppe nach dem Friedensgebet nach Gräfenthal auf.
Sicher gibt es näherliegende Ziele, doch erschien das hoch über Gräfenthal liegende Schloss Wespenstein ein solch lohnendes Ziel zu sein.
Einst von den Grafen von Orlamünde erbaut, diente es der Sicherung eines mittelalterlichen Heer- und Handelsweges von Leipzig über Saalfeld nach Nürnberg. Später von den Pappenheimer Reichserbmarschällen in Besitz genommen und großzügig zum Residenzschloss ausgebaut, beherbergte es 1530 Martin Lutter auf seiner Durchreise. Hier hielt er vor erlauchtem Publikum in der Schlosskapelle eine Predigt.
Im schneelosen Saalfeld aufgebrochen, fanden wir uns bei Ankunft von hohem Schnee umgeben, das Schloss in winterlichem Kleide. Umso herzlicher die Begrüßung durch den Schlossherren, Prof. Dr. Ing. Wolfgang Wehr, der uns durch die Räumlichkeiten führte und die wechselvolle Geschichte des Schlosses einschließlich seines Verfalles schilderte. Viel Zeit, Schweiß, Geld, aber auch Wissen, Geduld und Kreativität gehört dazu, ein solch ruinöses Schloss in der Bausubstanz zu sichern, auszubauen und für spätere Generationen zu erhalten. Eine nach menschlichem Ermessen Herausforderung, an der man zerbrechen kann.
Doch was bewegt einen Menschen solch ein Objekt zu erwerben und sich für dessen Sanierung zu engagieren? Ist das Übermut, Unbedachtheit oder Begeisterung, ja Liebe für solch ein Gebäude zu nennen?
Diese Frage fand ihre Erklärung bei den sich anschließenden Gesprächen in der Taverne bei rustikaler, einfacher Kost in geselliger Runde. Ja, es gehört Mut, ein langer Atem, wie Liebe dazu, solch ein Werk zu beginnen und es gehören ebenfalls eine Vision und der Glaube dazu, etwas sinnvolles und nachhaltiges mit den gegebenen Möglichkeiten und Potenzen zu verwirklichen.
Für uns als Christen gehört noch etwas Essentielles dazu, ohne das ein guter Ausgang schwer vorstellbar wäre: Gottes Segen. Dies wünschen wir Prof. Wehr und seiner Stiftung von ganzem Herzen.