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Liebe Gemeindeglieder,

Bringet dar dem Herrn, ihr Himmlischen, bringet dar dem HERRn Ehre und Stärke“ (Ps. 29). In meinen Gebeten wende ich mich an den lieben Gott. Vertraue ihm alle Ängste meines Lebens, aber auch Freude und Glück an. Wie einst in der Christenlehre gelernt, kann ein Gebet nur diese Inhalte haben: die Bitte, der Dank, das Lob, die Klage. Mein Leben mit allem, was dazu gehört, ist nicht selbst verdient, sondern Gottes Geschenk.“... des alles ich ihm zu danken und zu loben, und dafür zu dienen ... schuldig bin“ lesen wir im Kleinen Katechismus, Dr. Martin Luthers Lehrbüchlein über den christlichen Glauben. Gott die Ehre zu erweisen mit allem, was ich tue, soll mir die größte Freude sein.

Unser österlicher Glaube schenkt uns Freiheit. Nicht nur Freiheit von etwas, sondern auch die Freiheit zu etwas. Wir sind frei, dass wir Schuld einzugestehen fähig sind, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse zugunsten unseres Gegenübers zurückstellen können. Wer wirklich Ostern gefeiert hat, kann kaum mehr egoistisch handeln. Wir sind frei, Danke zu sagen. Und wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen, müssen wir nicht ängstlich sein, denn wir sind dazu befreit. Die Fähigkeit, Gott auf die Schöpfung zu antworten, verpflichtet uns, dies auch zu tun. Jeder mit seinen Mitteln. Befreit sind wir, die Heiligkeit des HERRn zu ehren, denn er ist nicht nur ein lieber Gott, sondern der Herr der Welt. Mögen wir doch gute Arbeiter im Weinberg sein! Wir dürfen uns einmischen. In die Freude der Menschen, aber auch in ihre Not. Gott zur Ehre dem Bösen wehren, wo immer wir können.

Die eigenen Verdienste, das, was der Mensch selbst geschaffen hat, konnte nur durch Gottes Segen gedeihen. Welche Befreiung, wenn ich Segen erfahre! Welche Erleichterung, zu wissen, dass der HERR immer hier ist. Möge sein reicher Segen auf alles kommen, was wir tun.

Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth“ (Jes. 6,3).

Ihr Kantor Andreas Marquardt